| www.deutsches-marinearchiv.de | Letzte Änderung: 09.03.2010 |
Kapitän zur See der Reserve
Gustav Freiherr von Liebenstein
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geboren am: 25.04.1891 in Rastatt / Baden gestorben am: 17.01.1967 in Mannheim |
Beförderungen und Auszeichnungen
01.04.09 Seekadett
12.04.10 Fähnrich zur See
19.09.12 Leutnant zur See
02.05.15 Oberleutnant zur See
10.11.19 Kapitänleutnant
15.04.36 Kapitänleutnant der Reserve (RDA: 25.04.31)
31.05.38 Korvettenkapitän der Reserve
09.04.40 Spange zum Eisernen Kreuz II.Klasse
27.07.40 Spange zum Eisernen Kreuz I.Klasse
01.09.41 Fregattenkapitän der Reserve
22.08.43 Deutsches Kreuz in Gold
03.09.43 Ritterkreuz als FKpt.d.R., Chef 2.Landungsdivision und
Seetransportführer Messina-Straße
01.04.44 Kapitän zur See der Reserve (RDA: 01.03.44)
ferner: Kriegsabzeichen für Minensuch-, U-Boot-Jagd- und Sicherungsverbände
Lebenslauf
Gustav Adolph Ludwig Wilhelm Freiherr von Liebenstein
wurde am 25.4.1891 in Rastatt/Baden geboren. Am 1.9.1909 trat er in die
Kaiserliche Marine ein. Die praktische Bordausbildung absolvierte er auf der SMS
"Victoria Luise". Es folgten Bordkommandos auf den Kleinen Kreuzern
"Stettin" und "Rostock". Ab dem 1.5.1916 fungierte Frhr. von
Liebenstein als Waffenoffizier auf den Torpedobooten "S 24", "G
92" und "S 62". Am 1.12.1917 übernahm er das Torpedoboot "V
6" als Kommandant. Ab dem 1.3.1918 führte er dann "V 3". Am
10.11.1919 verließ Liebenstein die Marine mit dem Charakter eines Kapitänleutnants.
Freiherr von Liebenstein nahm an der Doggerbank- und Skagerrak-Schlacht teil und
erwarb sich beide Eisernen Kreuze.
Am 15.4.36 wurde Frhr. von Liebenstein Kapitänleutnant der Reserve. Am 31.5.38 erfolgte die Beförderung zum Korvettenkapitän d.R. . Seine Einberufung kam am 23.8.39. Ab September fungierte er zunächst als Marine-Nachrichten-Offizier in Bremerhaven, bevor er am 19.9.39 2. Admiralstabsoffizier beim Führer der Vorpostenboote West wurde.
Am 5.4.40 trat Liebenstein seine Stellung als 4.Admiralstabsoffizier beim Befehlshaber der Sicherung der Nordsee an. In dieser Dienststellung erwarb er sich die beiden Spangen zum EK II und EK I. Am 1.11.41 wurde er , seit dem 1.9.41 nunmehr Fregattenkapitän d.R., schließlich 1.Admiralstabsoffizier.
Am 6.5.42 wechselte Liebenstein als Flottillenchef zur 1.Sperrbrecherflottille. Am 20.2.43 wurde er dann 1.Admiralstabsoffizier beim Admiral der Seebefehlsstellen, der für Aufstellung und Ausrüstung der Landungsflottillen zuständig war. Am 1.4.43 übernahm Liebenstein die 2.Landungsflottille als Flottillenchef und wurde schließlich am 26.5.43 Kommandeur der 2.Landungs-Division. In dieser Dienststellung blieb Liebenstein bis zum Januar 1944 und fungierte darüber hinaus als Seetransportführer Messinastraße (Mai bis August 1943) sowie als Seetransportführer Korsika (September/Oktober 1943). Er erwarb sich dabei innerhalb kurzer Zeit das Deutsche Kreuz in Gold (22.8.43) und das Ritterkreuz (3.9.43). Der Wehrmachtsbericht vom 20.8.43 meldete: "Bei der Versorgung Siziliens und der späteren Rückführung der dort kämpfenden Verbände haben sich zum Transport eingesetzte Einheiten der Kriegsmarine unter Führung des Fregattenkapitäns Freiherr von Liebenstein in unermüdlichem Einsatz besonders bewährt."
Am 6.1.44 wurde Liebenstein Chef des Stabes beim Kommandierenden Admiral in den Niederlanden, wo er am 1.4.44 zum Kapitän zur See d.R. befördert wurde. Am 8.5.45 geriet er im Raum Bloemendaal (bei Haarlem/NL) in englische Gefangenschaft, aus der er im November 45 entlassen wurde.
Weiterführende Literatur:
Dörr, Manfred: Die Ritterkreuzträger der Überwasserstreitkräfte der Kriegsmarine, Biblio-Verlag Osnabrück, 1995 u. 1996 (2 Bände)
Fellgiebel, Walter-Peer: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939-1945, Podzun-Pallas-Verlag Friedberg, 1986
Gericke, Bernd: Die Inhaber des Deutschen Kreuzes in Gold, in Silber und die Ehrentafelspange der Kriegsmarine, Biblio-Verlag, Osnabrück, 1993
Scheibert, Horst: Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold, Podzun-Pallas-Verlag Friedberg
Scherzer, Veit: Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis, 2007
Witthöft, Hans Jürgen: Lexikon zur deutschen Marinegeschichte, Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford, 1977 (2 Bände)